Oliver Range – Zurück ins Leben

Mit 20 Jahren veränderte sich mein Leben von einem Moment auf den anderen.

Nach einem schweren Verkehrsunfall und einer Reanimation lag ich zwei Monate im Wachkoma.
Als ich erwachte, war mein Körper spastisch gelähmt – mit gebrochenem Genick, schwerem Schädel-Hirn-Trauma und einer Prognose, die laut Medizin kaum Hoffnung ließ.

Was folgte, war kein klarer Weg der „Genesung“.
Es gab keinen Zeitpunkt, an dem alles wieder gut war.
Was es gab, war eine innere Entscheidung.


Ich habe mich nie als „behindert“ gesehen

Offiziell gelte ich seit diesem Tag als schwerbehindert.
Innerlich habe ich mich nie so erlebt.
Ich habe mich nicht ständig beobachtet.

Ich habe mich nicht im Schaufenster kritisiert.
Ich habe vermieden, mich über das zu definieren, was nicht mehr funktionierte.
Ich habe einfach gelebt – so normal wie möglich.

Das war für viele schwer zu verstehen.
Für mich war es überlebenswichtig.


Nicht kämpfen – sondern denken

Ich bin nie in den Kampf gegen meinen Körper gegangen.
Ich habe mich auch nicht aufgegeben.

Ich habe mir mein Leben „schöngeredet“ – nicht aus Naivität, sondern aus tiefem innerem Wissen heraus:

Das, was ich denke, formt mein Erleben.

Dieses Schönreden war kein Selbstbetrug.
Es war meine Art, mir mein Leben zurückzuholen.


Der Geist als Schlüssel

In einer Zeit, in der körperlich vieles eingeschränkt war, blieb mir mein Geist.
Und ein tiefes Vertrauen – manche nennen es Intuition, andere das höhere Selbst.

Ich begann früh mit Visualisierung, inneren Bildern und Trancezuständen.
Nicht als Technik.
Sondern als Haltung.
Ich stellte mir nicht vor, was ich nicht mehr konnte, sondern wie ich leben wollte.

Nicht alles kam zurück.
Aber das Leben kam zurück.


Leben statt Überleben

Sieben Jahre später fuhr ich wieder Ski und Motorrad.
Ich arbeitete als Elektro- und Computertechniker.
Ich lebte Nähe, Beziehungen, Freiheit und Sinn.

Ich habe mein Leben nie als „Wunderheilung“ gesehen.
Sondern als Beweis dafür, was möglich ist, wenn man sich innerlich nicht begrenzen lässt.


Vom eigenen Weg zur Begleitung anderer

Meine Erfahrungen führten mich schließlich zu meiner heutigen Arbeit.
Ich wollte verstehen, warum Gedanken, innere Bilder und Entscheidungen eine so große Kraft haben.

Heute arbeite ich als Hypnose-Therapeut, psychologischer Berater und Lifecoach.
Ich begleite Menschen dabei, innere Blockaden zu lösen, neue Perspektiven zu finden und wieder Zugang zu ihrer eigenen Stärke zu bekommen.
Nicht mit Versprechen.
Sondern mit gelebter Erfahrung.


Mein Leitsatz

Was mich durch mein Leben getragen hat, lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

Ich bin immer das, was ich denke.

Nicht als Kalenderspruch.
Sondern als Lebensrealität.


Warum ich meine Geschichte erzähle

Ich erzähle meine Geschichte nicht, weil ich in der Vergangenheit lebe.
Ich erzähle sie, weil sie mich bis heute begleitet.
Nicht als Last.
Sondern als Fundament.

Wenn meine Erfahrungen auch nur einem Menschen Mut, Vertrauen oder einen neuen Blick auf das eigene Leben schenken, dann hat sich alles gelohnt.

Wenn Du mehr über mich erfahren möchtest, findest Du auf den folgenden Seiten meine Bücher, meine Projekte, meine Musik, meinen Lebenslauf und meine heutige Arbeit: